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Rückwangestaltung in der Terraristik

Rückwandgestaltung

Dieses Thema ist eigentlich sowohl für die Aquaristik als auch für die Terraristik interessant.
Was die Aquaristik betrifft, möchte ich erst einmal nichts dazu schreiben, denn dort kann man mittlerweile sehr schöne Module
kaufen.

Bei Terrarien schaut das schon etwas anders aus.
Sicher mag man die Module aus der Aquariensparte auch hier verwenden können, doch hat die Rückwand in Terrarien meist auch noch
einen funktionellen Nutzen, in der Form, dass man den Tieren hier die Möglichkeit einräumt, exponierte Sonnenplätze aufzu-
suchen.
Diese Maßgabe erfüllt kaum eines der Fertigen Aquaristikmodule, also ist hier etwas Handewerkliches Geschick gefragt.

An sich ist es nicht all zu schwer, man muss nur schauen wo man ansetzt und was man will.
Grundsätzlich hat man hier zwei Möglichkeiten:

Einmal kann man die Rückwand fest im Terrarium installieren, oder man baut sie herausnehmbar.
Der einzige Unterschied hier, liegt nur auf den "ersten Metern", die entgültige Fertigung ist bei beiden Varianten gleich.

Zuerst gehe ich auf die Herausnehmbare Konstruktion ein.

Man nimmt die Innenmaße des Terrariums und schneidet sich eine etwa 5cm dicke Styroporplatte auf die Größe der Rückwand zurecht.
Dann schneidet man noch einmal zwei Plattenzurecht, welche die Seitenscheieben bedecken sollen.
Natürlich muss man in der Tiefe jetzt soviel abziehen, wie die hintere Platte stark ist.
Nun stellt man sie auf, wie die Teile später im Terrarium platz nehmen sollten, fixieren kann man das ganze mittels Nägeln,
welche man aus Richtung Rückwand, durch selbige, in die Seitenteile schiebt.

Nun kann man anfangen mit einem Cuttermesser die Konturen herauszuarbeiten, welche man sich vorgestellt hat.
Auch mit dem vorsichtigem (!!) Einsatz eines Sturmfeuerzeuges oder einer Lötlampe kann man schöne Formen herstellen.
Ist man damit fertig, kann man mit Bauschaum und anderen Styroporteilen noch Ablageplätze und dergleichen schaffen.
Bedenken sollte man allerdings, dass man nichts über Eck machen kann, denn sonst sind die Teile fest miteinander verbunden.
Man sollte auch immer wieder prüfen, ob auch alles passt, denn wenn man eine "mobile" Rückwand baut, ist man doch etwas ein-
geschränkt von den Möglichkeiten her.
Ist man damit fertig, sollte man sich Fliesenkleber anrühren, der etwa die Konsistenz von Grießbrei hat.
Nun kommt es darauf an, ob man ein Regenwaldterrarium bauen möchte oder eines, welches die Wüste als Thematik hat.

Bei ersterem mischt man Abtönfarbe in gesetzteren Grüntönen oder dunklen Grau- und Brauntönen hinein, bei zweiterem wählt
man eher Beige- , helle Braun- und Terracottatöne.
Man kann auch immer nur kleinere Mengen Masse anrühren und verschiedene Farben kombinieren, was den natürlicheren Effekt bietet.

Diese Masse wird nun mit Hand (bei empfindlicher Haut auf jeden Fall Gummihandschuhe tragen) oder mit einem breiten Pinsel
aufgetragen und etwa 12h trocknen gelassen.
Wie viele Schichten man letztendlich aufträgt ist jedem Selbst überlassen, ich persönlich habe mich da an mein Bauchgefühl ge-
halten.

Nach etwa 12-48 Stunden Trocknungszeit (abhängig von der Schichtdicke), kann die Rückwand in das Terrarium einziehen.
Danach den entsprechenden Bodengrund rein und fertig.

Bei der Fest installieren Rückwand geht man an sich genauso vor, nur stellt man die Platten von Anfang an direkt ins Terrarium.
Konturen werden direkt von der Rückwand in die Seitenwände übertragen und man schafft (je nach Geschmack) Ablageflächen in den
Ecken.
Mit Bauschaum lassen sich schöne Rindenstruckturen und Äste wie Baumstämme immitieren.

Fest installierte Rückwände sind deutlich weniger aufwändig und ich würde sie vor allem in tropisch eingerichteten Terrarien
favorisieren, bieten sie doch die Möglichkeit, Pflanzgefäße und dergleichen direkt zu integrieren, so dass es später wirklich
unsichtbar ist.
Auch Schläuche für Wasserfälle, Kabel von Heizungen oder Beleuchtungen lassen sich so ohne größere Mühe verbergen.

Wasser-Landexoten.de 2012

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