Kategorie: Terraristik allgemein Veröffentlichungsdatum Zugriffe: 112
Quarantäne in der Terraristik
Auch hier ist Qaurantäne ein wichtiges und häufig leider vernachläßigtes Thema.
Gerade die Seltenheit vieler Tiere, aber auch die verhälnissmäßig hohen Preise sollten die Einhaltung einer Quarantäne eigentlich
selbstverständlich machen.
Zunächst einmal zur Einrichtung des Quarantänebehälters.
Er sollte nur das nötigste beinhalten, also ein Versteck, eine Schale für Wasser und das war es dann auch schon.
Bodengrund kommt keiner herein, nur Zewa.
Das hat den Hintergrund, dass bei den Neuzugängen der Kot auf Parasiten untersucht werden muss.
Hat man Erde oder dergleichen im Boden werden die Ergebnisse unbrauchbar, bzw. ist auch der abgesetzte Kot ungleich schwerer zu finden.
Ein geschwächtes Imunsystem wird so auch nicht mit eventuell im Boden befindlichen keimen belastet.
Die Dauer der Quarantäne sollte sich aus Sicherheitsgründen auf mindestens 3 Monate erstrecken, in dieser Zeit sollten die meisten
Krankheiten auszuschließen oder zu behandeln sein.
Auch hier ist höchste Hygiene geboten, damit man keine hochgradig infektiösen Erreger breit trägt und damit eventuell den restlichen
Bestand infiziert.
Das bedeutet hier, dass man zum füttern eine eigene Pinzette für dieses Becken hat, eine eigene Futterbox, eine eigene Wetbox, eigene
Werkzeuge zum entfernen des Kots und so weiter.
Nach jedem Hantieren in diesem Terrarium und auch vor jedem Hereingreifen sollte man sich die Hände gründlich waschen und desinfizierern.
So kann man nahezu jede Infektionsquelle für das neue Tier und für den bestehenden Bestand ausschließen und davon ausgehen,
dass der Neuzugang schon krank war oder auch nicht.
Je nach Ernährungszustand sollte man die Tiere ordentlich füttern, nicht selten kommen sie nämlich unterernährt in die Läden.
Auch unterernährung und verschiedene Mängel können Krankheiten begünstigen oder auslösen, daher ist es wichtig den Tieren alles
benötigte besonders in der Quarantänezeit IMMER zugänglich zu machen.