Kategorie: Terraristik allgemein Veröffentlichungsdatum Zugriffe: 124
Ein Regenwaldterrarium ?
Ich hatte von einem geplatztem 540L Aquarium noch eine intakte Frontscheibe übrig.
Was will man damit anstellen?
Naja, der erste Gedanke war, aufgrund eines Forenbeitrages, ein Holzaquarium zu bauen.
Die Idee wurde verfeinert und wir überlegten uns daraus ein Paludarium mit einem Wasserinhalt von etwa 650L zu machen.
Der Wasserteil sollte die Maße von 160x70x60 haben, der darüber befindliche Landteil/Regenwald etwa 160x70x120.
So starteten wir diese Aktion, doch sie geriet nach der anfänglichen Euphorie (wie es ja jeder kennt) erstmal ins stocken und
das Projekt lag fast ein Jahr lang auf Eis.
Es trug sich aber zu, das ich die Möglichkeit bekam, an einige Tokehs heranzukommen.
Diese Tiere suchte ich seit einigen Jahren.
Für viele wird das seltsam klingen, doch in meiner Region sind diese Gekkos nicht so leicht zu finden.
Nun, das Becken musste also fertig werden, der Wasserteil wurde aus dem Plan genommen und es entstand ein Terrarium mit den Maßen
160x70x180.
Die Rückwand wurde fest installiert und Mittels Bauschaum, Fliesenkleber und Styropor gestaltet.
Als das fertig war, wurde alles mit Flüssigem Kunststoff beschichtet, um ein faulen der Holzkonstrukion zu unterbinden.
Bodengrund sollte Rindenmulch werden, auf den später Fallaub gebracht wurde.
Als Beflanzung wollte ich eigentlich nur solches Grün nehmen, was in der Region um Malaysia wächst, doch das stellte sich als recht
schwierig und als deutlich teurer heraus, als ich dachte. So zogen dann doch Pflanzen aus aller Welt ein:
Monstera, Efeutute, Ficus und 2 Orchideen bildeten die Grundausstattung, welche noch durch eine Bromelie, Moose, Gräser und Kletter-
pflanzen ergänzt wurden.
Das bringt das Fragezeichen der Überschrift mit sich, denn eigentlich ist es nun eher ein Übergang vom "Regenwald" in die "Steppe".
Eine Beregnungsanlage wurde installiert und beleuchtet wird das Ganze mit einer normalen breitspektralen Energiesparlampe, einer
60 Watt vollspektrum Birne mit UV- Licht und zwei 5 Watt LED Spots.
Geheizt wird gar nicht, denn die Beleuchtung bringt das durchschnittliche Klima auf etwa 28°C, im Bereich der Birne auf etwa 40°C.
In den Bodenbereich wurde noch ein 60L fassendes Aquarium installiert, in welchem ein Podest für einen Nebler installiert wurde,
um den morgendlichen Nebel zu simulieren.
Das Aquarium ist mir Binsen, Laichkraut und einige feinfiedrige Pflanzen, wie Hornkraut und Nixkraut bilden die Grundlage des kleinen
Wasserteils, welcher dann einen Uferbereich bilden soll.
Die Pflanzen sind alle recht wüchsig, sodass es nicht allzu lang dauern sollte, bis das Aquarium wie gewünscht aussehen wird.