Kategorie: Labyrinthfische Veröffentlichungsdatum Zugriffe: 123
Betta splendens - Der siamesische Kampffisch oder Schleierkampffisch
Betta splendens ist wohl einer der bekanntesten Aquarienfische.
Diese aus Asien stammende Fischart wurde, so sagen Erzählungen, speziell auf ihre Aggressivität hin gezüchtet.
Ich vertrete die Auffassung, dass sie in der Natur schon mit einem extremen Aggressionspotenzial herumschwimmen, um ihre sehr kleinen Reviere zu behaupten und sich bei der Balz gegen Rivalen durchsetzen zu können, da sie sich immer als Erstes fortpflanzen wollen.
Ganz klar, dass da nur der Stärkste und aggressivste überlebt.
In Aquarien von etwa 60x30x30cm Größe, lässt sich Betta splendens Paarweise pflegen, wobei man aufpassen sollte, da auch kurzflossige Männchen (welche nicht weniger aggressiv sind) verkauft werden.
Diese sind nur schwer von den Weibchen zu unterscheiden.
Wichtig sind Verkrautete Aquarien, mit geringer Strömung, welche sauberes, saures und weiches Wasser aufweisen.
Auch die Beleuchtung sollte nicht zu grell gewählt werden, jedoch so hell, das die Pflanzen wachsen können.
Kommen wir zur Fortpflanzung dieser Tiere:
Das Männchen baut in einer geschützten Ecke des Aquariums ein Schaumnest, welches beachtliche Ausmaße annehmen kann;
bis zu 15cm im Durchmesser und 4cm in der Hoehe habe ich schon erlebt.
Anschliessend, umwirbt es das Weibchen mehr oder minder aggressiv und bringt es dazu, ihm unter das Schaumnest zu folgen.
Schließlich umschlingen sich beide in einer T-Stellung und das Weibgen stößt Eier aus, welche das Männchen dierekt befruchtete.
Das Männchen löst sich aus der Laichstarre, in welcher das Weibchen noch einige Zeit bleibt.
Es sammelt die Eier auf und steckt sie in das Schaumnest.
Anschließend wird das Weibchen verjagt und das Nest bewacht.
Ist das Aquarium krautig genung und gut genug strukturiert, kann das Weibchen im Becken belassen werden.
Nach etwa 3 Tagen schlüpfen die Kleinen.
Diese hängen wie kleine Kommas an der Wasseroberfläche.
Sie werden ca 2 Tage später anfangen selbststaendig zu schwimmen.
Dann sollte man sie aus dem elterlichen Aquarium entfernen und seperat aufziehen.
Wichtig ist im Aufzuchtbecken eine sehr gute Wasserqualität und auch eine gute Durchlüftung.
Die kleinen Atmen zu Anfang noch ueber Kiemen, das Labyrinthorgan muss sich erst noch bilden.
Ab dem 4 oder 5 Tag sollten frisch geschluepfte Artemien oder Artemiaeier in dekapsulierter Form gefüttert werden.
Die Kleinen wachsen recht schnell, so das sie Bereits mit 6 Monaten ausgewachsen sein können.
Es sollte darauf geachtet werden, dass das starke Terretorialverhalten bereits ab 5mm größe einsetzt und die kleinen dann anfangen sich Gegenseitig umzubringen.
Deshalb empfiehlt sich eine einzele Aufzucht der Jungtiere